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Assuan
Assuan, Ägyptens kleinster Regierungsbezirk, das 890 km südlich von Kairo liegt, war lange als "Tor von Afrika" bekannt. Viel seines Charmes hat Assuan dem Nil zu verdanken, der es durchquert und ebenso wie einer Anzahl kleiner, üppiger Inseln im Nil, wie die Insel "Elephantine". Assuan gilt als einer der ältesten bewohnten Orte in Ägypten, einem Zentrum von Anbetung während der Pharaonischen Ära.
Assuan, Ägyptens sonnigste Südstadt und uralter Grenzort, ungefähr 81 Meilen südlich von Luxor, hat eine charakteristisch afrikanische Atmosphäre. Sein ägyptischer Name war Syene. Klein genug um es zu Fuß zu erkunden und beehrt mit einer der schönsten Umgebungen am Nil, ist das Leben hier langsam und entspannend.
Man kann hier Tage verbringen, an denen man die breite Corniche hinauf und wieder herunter schlendert und den Segelbooten zuschaut, wie ihre Masten den Himmel berühren oder nubische Musik hörend in "schwimmenden" Restaurants frisch gefangenen Fisch essen. In Assuan ist der Nil am schönsten, durch Bernsteinwüste und Granitfelsen fließend, Smaragdinseln umrundend, welche mit Palmenhainen und tropischen Pflanzen bedeckt sind. Erforschen Sie den Souk, voll mit Gerüchen und Farben von Gewürzen, Parfüms, Schals und Körben. Sehen Sie spektakuläre Sonnenuntergängean, während Sie Tee auf der Terrasse des Alten Katarakt-Hotels trinken (benannt nach dem sich hier befindenden ersten Katarakt des Nils).
Assuan ist schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts ein bevorzugter Winterurlaubsort und es ist noch immer der perfekte Ort, um einmal alles hinter sich zu lassen. Jede Nacht treten nubische Tänzer und Musiker im Kulturzentrum, einfach außerhalb des Corniches, auf. Folklore-Truppen stellen Szenen des Dorflebens nach und führen die berühmten nubischen "Stockkampftänze" auf. Assuan ist ein strategisch wichtiger Standort, der gegenwärtig eine Garnison der ägyptischen Armee beherbergt, der aber auch uralte ägyptische Garnisonen geshen hat, ebenso die von General Kitchener, türkische Truppen des Osmanischen Reiches und die Römer.
Die Stadt befindet sich auf der Ostbank des Nils. Entspannen Sie hier, besichtigen Sie einige Moscheen, doch dann bereiten Sie sich auf ein Abenteuer vor. Der Basar verläuft entlang der Corniche, welche sich bis hinter die Ferialen Gärten und das Nubische Museum erstreckt, dann weiter bis zum Friedhof mit seinem Wald von kuppelgekrönten Gruften aus der Fatimid-Zeit. Etwas östlich vom Friedhof in den berühmten Steinbrüchen des Gebietes befindet sich der riesige unvollendete Obelisk. Gerade südlich davon findet man zwei Graeco-Romanische Sarkophage und einen unvollendeten Koloss, halb im Sand begraben. Doch das wohl auffallendste ist die Insel Elephantine, welche zeitlos ist, mit ihren Artefakten aus vordynastischen Zeiten. Es ist die größte Insel im Gebiet.
Etwas hinter der Insel Elephantine befindet sich Kitchener's Insel (Geziret el-Nabatat). Es wurde nach dem britischen General Horatio Kitchener (185?-1916) benannt, der 1883 nach Ägypten entsandt wurde, um die ägyptische Armee zu reorganisieren, die er dann gegen den Sudanesen Mahdi ins Feld führte. Aber die Insel ist auch bekannt für ihren Garten und die exotischen Pflanzen die die Kitcheners dort pflanztenund die noch heute gedeihen. Auf dem entgegengesetzten Ufer (Westbank), werden die Klippen von der Gruft eines Marabut überwunden, Qubbet el-Hawwa, welcher ein lokaler Heiliger war. Darunter befinden sich die Gruften der lokalen (pharaonischen) Noblen und Würdenträgern. Ein Stück stromaufwärts liegt die Gruft von Mohammed-Schah-Aga-Khan, der 1957 starb. Bekannt als die Gruft des Aga-Khans, ist sie wunderschön in ihrer Einfachheit. Von dort führt eine Straße zum koptischen Kloster von St. Simeon, welches im sechsten Jahrhundert erbaut wurde zu Ehren von Amba Hadra, einem lokalen Heiligen. Etwas den Fluss hinauf befindet sich auch die alte Assuan-Talsperre, von den Briten gebaut, dann erweitert und ausgedehnt, aber unfähig, den Nil für die Bewässerung zu kontrollieren.
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